Zwischenspiel - von Marburgs Rückkehr
Autoren: Heiko und Ronny

Prolog

Conrad von Marburg lehnte sich an die Ballustrade, die ihm den Blick auf die riesige Verteilerebene in der Raumstation gewährte. Menschenmengen füllten jeden Zoll Boden und weitere Kreuzer der freien Händler waren bereits angekündigt. Sie würden mehrere tausend weitere Flüchtlinge binnen der nächsten Stunden bringen. Von Marburg ordnete seine Gedanken. Seine Rede, die er vor den Neuankömmlingen halten wollte, begann Gestalt anzunehmen. Er würde ihnen ins Herz sprechen, oder ins Gewissen. Ihm war es gleich, hauptsache er würde bekommen, was er wollte - eine Armee.

Die Raumstation war überfüllt mit hadernden Flüchtlingen, die Hab, Gut und viele sogar ihre Familie verloren hatten. Unter ihnen waren Fanatiker und selbsternannte Prediger, die den Menschen Furcht einflößten, sie seien vom Chaos besessen und der Imperator strafe sie dafür. Von Marburg erkannte unter ihnen Deserteure der imperialen Armee, die ihre Abzeichen nur mangelhaft verdecken konnten. Makropol-Ganger streunten umher und erleichterten arme Bürger um ihre letzten Besitztümer. Im Großen und Ganzen handelte es sich also um Menschen, die von Marburg leicht beeinflussen konnte. Es würde nicht viel Zeit nach seiner Rede brauchen, bis die ersten bei seinen Werbern um Aufnahme in seine Streitmacht bitten würden. Ihre Gründe, wie Reue, Wut, Hass, Zorn oder erneut entflammtes Pflichtgefühl interessierten von Marburg nicht im Geringsten. Für ihn waren sie nur Werkzeuge, die man in seine Hände legte.

Ab und zu verirrten sich aber auch Spitzel der Inquisition unter seine Leute. Vier hatte von Marburg bereits entlarvt und gemeuchelt. Doch ihm war, als ob er einen übersehen hatte ...

Eine gewaltige Chaosinvasion war über die Menschen hereingebrochen und drohte das Imperium von innen und außen zu vertilgen. Wehmütig dachte von Marburg an die Zeit vor der Invasion zurück. Er war von den imperialen Mächten und sogar einigen Eldar verfolgt worden. Ein ums andere Mal war von Marburg ihnen entwischt, oft nur durch reinen Zufall. Doch das Auftosen der Revolutionäre und Despoten hatte seine Verfolger dazu gezwungen die Jagd abzubrechen und ihre Heimat zu verteidigen.

Seiner Verfolger entledigt, konnte von Marburg sich endlich neuen Zielen widmen. Ein kürzlich auf Suitar IV gefundenes Buch hatte seitdem sein Interesse entfacht. Schnell hatte er herausgefunden, dass der Ledereinband mit der Aufschrift "Das Geheimnis meines Erfolges - Gerlom" reiner Tand war. Von Marburg hatte es heruntergeschnitten und ein nachtschwarzes Emblem auf dem Buchdeckel gefunden. Seine Augen hatten beim Anblick des Symbols gebrannt. Die Seiten selbst waren mit den Prahlereien des Gerlom zugeschmiert. Unnütze Abhandlungen über die Siegesfeiern, die dieser Möchtegernheld ausrichtete. Dieser Narr, hätte er den fast winzigen Runen, die sich fast unscheinbar überall auf den Seiten befanden, mehr Aufmerksamkeit geschenkt und sie entschlüsselt, wäre es ihm vielleicht gelungen die Kräfte zu bündeln, welche ihn emporgehoben hatten.

Doch auch das Wissen von Marburgs war schnell ausgeschöpft. Die Zeilen ergaben einfach keinen Sinn. Jeder neue Versuch sie zu übersetzen, ergab eine neue Abhandlung über das Erreichen der Macht. Es war ihm nichs anderes übrig geblieben, als das Orakel von Pholoton zu befragen. In den zerklüfteten Gebirgszügen dieses planetengroßen Vulkans war er an den Wächter herangetreten und hatte um Einlass gebeten. Das Portal war nach seiner Opfergabe aufgeschwungen und hatte eine gähnende Öffnung in die Tiefe, gleich einem Rachen, freigegeben. An die Ereignisse danach konnte sich von Marburg nicht erinnern. Er kam drei Tage später blutbesudelt auf dem Kommandodeck seiner Fregatte wieder zu sich. Ein kristallenes Monokel lag in seiner Handfläche, das scheinbar keine feste Form hatte und sich stattdessen langsam in sich selbst wand. Ekel stieg in Marburg auf. Seine Mannschaft zitterte vor Angst und befolgte seine Befehle mit nie dagewesenem Eifer! Und sie waren bereits auf dem Weg zur Raumstation gewesen ...

Die folgenden Tage der Reise widmete sich von Marburg wieder dem Buch. Doch mit Hilfe des Monokels konnte er die wahre Bedeutung einzelner Runen entschlüsseln. Endlich ergaben sie einen Sinn. Es war die Rede von einzigartigen Gegenständen, die den Träger schier unbezwingbar machen sollten. Verbotenes Wissen und schwarze Künste sollten mit ihnen einhergehen. Doch damit würde er schon fertig werden. Sein Geist war gestählt und seine Willenskraft unerschöpflich. Der Inhalt des Buches kreiste um vorallem ein mysteriöses Amulett, welches Gebieter über andere Artefakte war. Ohne es zu wissen hatten Chetop und Gerlom sich die Macht mit diesem Schmuck Untertan gemacht. Doch das Amulett war für Marburg verloren, da die Eldar ihm wohl habhaft wurden und es sicherlich vernichtet hatten. Also konnte er sich mit jener Hingabe den anderen Gegenständen widmen, für die er bekannt und berüchtigt war. Der Wolf hatte ein neues Ziel und die Jagd begann.

Mit der Zeit entschlüsselte er die Lage einiger dieser Artfeakte. Auf einer Welt namens Bracchus waren sie die Zeichen des Herrschers. Und ganz wie es der Zufall wollte, war dieser Planet in imperialen Händen. Die Datenbänke waren voll mit Aufzeichnungen und Bildern des planetaren Gouverneurs, Konsul van Klammhoven, wie er prahlerisch mit Szepter, Krone und Speer seine Position zur Schau trug. Da waren sie und von Marburg würde sie sich holen.

Die Chaosinvasion war nun doch ein kleines Hindernis geworden. Die Front lag bereits gefährlich nahe an Bracchus und wie auf vielen anderen Welten erhoben sich auch dort Stimmen, die die Unabhängigkeit forderten. Noch war van Klammhoven auf imperialer Seite, doch wie lang mochte dies noch andauern!? Sollte der Konsul von der Macht seiner Insignien erfahren, würde es ungleich schwieriger werden, sie ihm zu entreißen. Es würde so schon recht problematisch werden, denn die abergläubische Bevölkerung folgte nur dem Besitzer der Artefakte und der Verlust käme der Absetzung des Konsuls gleich. Also brauchte von Marburg eine Streitmacht, um sich notfalls mit Waffengewalt Gehör zu verschaffen.

Von Marburg lächelte finster, als sich sein Plan Wege schmiedete. Hoch oben auf der Ballustrade begann er seine Rede ...

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Tief gebeugt saß Großinquisitor Achaeus in seiner Kanzel auf Vestima Prime. Dunkle Augenränder zierten sein erschöpftes Antlitz. Seit drei Tagen hatte sich Achaeus keinen Augenblick der Ruhe mehr gegönnt. Hecktisches Treiben herrschte unter ihm, denn die unzähligen Bürokraten, Datenverwalter und Servitoren sammelten sämtliche eingehenden Meldungen und gaben sie gebündelt an Achaeus weiter.

Seit Wochen war keine einzige gute Nachricht mehr darunter gewesen. Die Meldungen sprachen von einer grausigen Revolte und Chaosinvasion. Auf zahllosen Planeten hatten sich Despoten erhoben und ihre Unabhängigkeit vom Imperium erklärt. Kämpfe waren überall ausgebrochen, wo Rebellen und Loyalisten aufeinanderprallten. Selbst untereinander bekämpften sich die Despoten. Achaeus begann die Kontrolle zu verlieren.

Mit blutunterlaufenen Augen überflog Achaeus die Sternenkarte. Sie zeigte den derzeitigen Kriegsverlauf. Mit rasender Schnelligkeit waren die Invasoren vorgedrungen. Sie schlugen schnell und hart gegen leichte Ziele zu und verschwanden dann immer wieder im Warp. Die imperatortreuen Verbände hatten bereits schwere Verluste zu beklagen. Den größten Teil seiner Streitmacht musste Achaeus deshalb zur Sicherung der Transportstrecken abstellen, anstatt die offenen Rebellionen bekämpfen zu können. Die imperale Flotte sieht sich einem Feind gegenüber, der die offene Schlacht bislang meidet und blutet dafür langsam und stetig aus.

Die Revolten der Kultisten fassten hauptsächlich auf gering bevölkerten Welten Fuß, wo kaum reguläre imperiale Truppen stationiert waren. Auf den größeren Welten war der Glaube an den Imperator gefestigter und der Angriff aus den eigenen Reihen konnte oft abgeschmettert werden. Doch Achaeus erkannte den Plan der Angreifer. Zwar wurden die größeren Fabrikwelten nicht unterjocht, doch würde es diesen bald an Verpflegung und Kriegsmaterial fehlen. Denn mit Nachschub waren viele der nun abtrünnigen Nachbarwelten beauftragt. Ein bitterer Zermürbungskrieg hatte begonnen und Achaeus fehlte es an Verbündeten.

Seufzend überreichte er seinem blinden Astrophaten die Nachricht, die er vorbereitet hatte. Der schlimmste Fall war eingetreten und Terra selbst musste handeln, oder hunderte Systeme würden aus dem Imperium gerissen. Der Eldar Immeniell hatte ihn gewarnt, doch in seiner Hast hatte er die schützenden Black Templars gegen eine weit entfernte und unbedeutende Forschungsstation gesandt. Ihr Sieg war absolut, doch würden sie noch lang brauchen, um sie wieder aktiv am Kriegsgeschehen teilnehmen zu lassen.

Das Gurgeln des Astrophaten riss Achaeus aus seinen düsteren Gedanken. Die Augen des Astrophaten hatten sich in den Kopf gedreht, so dass nur das Weiß der Augen unheimlich hervorstach. Die Bitte an Terra wurde telepathisch versandt. Nun konnte Achaeus nur noch auf eine baldige Antwort warten.

Seinem ersten Bittgesuch war so gut wie keine Aufmerksamkeit geschenkt worden. Achaeus hatte sie aber auch nur lediglich an die angrenzenden Hoheitsgebiete senden lassen und kaum jemand war bereit gewesen ihm Truppen zu schicken. Wie immer waren seine ewigen Verbündeten, die Heerscharen der Trojaner, zu Hilfe geeilt. Doch auch sie wurden bereits in erbitterte Gefechte gezwungen und die Verlustmeldungen überdeckten alsbald die Berichte über erfolgreiche Rückeroberungen. Doch waren die Trojaner zum Glück nicht die einzigen gewesen, die sich gegen die Horden des Chaos werfen wollten. Ein Space Marine Orden hatte sich gemeldet und mit kurzen, prägnaten Sätzen ihre Dienste angeboten. Der Kommandant dieser Streitmacht, Ordensmeister Octavian, hatte sich als zäher Verhandlungsführer erwiesen. Achaeus hatte ihm einen Platz im Kriegsrat einräumen müssen, oder seine neu gewonnenen Verbündeten hätten ihn wieder im Stich gelassen.

Die Legio Honoris - ein Orden mit reiner Weste. Seine Gründung lag erst 2000 Jahre zurück und in zahlreichen Scharmützeln hatten sich die Krieger bewiesen. Doch der Wunsch eines richtigen Feldzuges brannte in ihren Seelen. Die Gensaat der Ultramarines schlummerte in ihren Gebeinen. Doch waren sie keineswegs ein Nachfolgeorden, dieser berühmten und schlachterprobten Streitmacht. Die Gensaaten der Dark Angels, der Raven Guard und der Salamanders, alles ehrbare Orden der ersten Gründung, mischten sich und ergaben einen vollkommenen Krieger. Diese Männer würden nicht fehlen.

Achaeus hatte mit Octavian schnell begonnen Schlüsselpositionen zu sichern. Die Space Marines waren eine solche Erscheinung gewesen, dass dort wo sie auftauchten die Rebellen vernichtend geschlagen wurden. Dennoch waren es einfach zu wenige, um allein den Sturm aufzuhalten.

Erneut tauchte eine Meldung auf dem Datenbildschirm vor ihm auf. Sie trug die höchste Dringlichkeitsrune und das Zeichen seiner Spione. Achaues hatte eigentlich mit fünf solcher Meldungen gerechnet. Doch nun war er froh, wenigstens eine, viel zu späte, Nachricht zu erhalten. Achaeus öffnete die Datei und las. Und was er hier fand, ließ ihm einen kalten Schauer den Rücken hinablaufen. Conrad von Marburg, dieser verräterische Hund machte wieder Ärger. Achaeus hatte gehofft ihm nie wieder angesicht zu werden. Doch die Pläne des abtrünnigen Inquisitors fassten neuen Fuß. Dem Bericht zu folge, scharte er zwielichtiges Volk um sich und rüstete es zur Schlacht. Sein Ziel war ein imperialer Hohheitsträger auf Bracchus, einer der letzten Verteidigungsbastionen in der äußeren Krisenzone. Van Klammhoven, ein Mann der treu zum Thron stand, sollte auf schändliche Weise bestohlen werden. Die Wahrzeichen des Ehrenmannes sollten geraubt und so seine Macht geschmälert werden. Achaeus war der Verzweiflung nahe. Marburg machte wohl gemeinsame Sache mit dem Kult der Eisenformer, einer planetaren Untergangssekte auf Bracchus. Das Tarot des Imperators hatte erst vor Kurzem dahinter Chaoskultisten entlarvt. Van Klammhoven wusste davon und hatte alle Hände voll zu tun, um sich ihrer zu erwehren. Wenn Marburg ihm noch in den Rücken fiele, wäre Bracchus verloren. Dies musste Achaeus unbedingt verhindern.

Mit neuem Enthusiasmus durchforstete Achaeus seine Möglichkeiten, bis er auf die Truppenbewegungen der Legio Honoris stieß. Es war nicht viel, doch es würde genügen müssen. Eine kleine Streitmacht der Elitekrieger befand sich auf Patroillie ganz nah bei Bracchus. Achaeus würde sie mit dem Schutz des Konsuls beauftragen. Von Marburg würde sich die Zähne an ihnen ausbeißen.

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Bruder Cassius vom Orden der Legio Honoris überreichte ehrerbietend die Nachricht an den kommmandierenden Offizier, der seine blaue Rüstung mit einer wallenden Robe verhüllte. Scriptor Severius nahm die verschlüsselte Nachricht entgegen und schickte Cassius wieder an seinen Platz. Die Nachricht trug das Zeichen der Inquisition und war in margenta übertragen worden. Ein Zeichen höchster Not.

Die Anweisungen die Großinquisitor Achaeus ihnen gab, waren ausreichend für den Scriptor. Dem Konsul würde kein Schaden zu teil werden, oder die Legio Honoris verdiente diesen Namen nicht. Der Planet Bracchus lag nicht unweit ihrer eigentlichen Routen und in weniger als 2 Tagen würden sie in den Orbit des Planeten eintauchen.

Mit einem kleinen Trupp seiner Ehrengarde schritt Severius die schier endlosen Treppen zum Empfangssaal van Klammhovens hinauf. Der Prunk dieser Bauten war so pompös, dass es ihm in den Augen stach. Angewidert suchte er nach optimalen Verteidigungspositionen, die anscheinend auf maßloseste Weise vernachlässigt worden waren. Oben angekommen erwartete sie ein Obrist der planetaren Verteidigungstruppen. Ein groß gewachsener und kräftiger Mann in khakifarbener Plattenrüstung, der die 40 Jahre längst überschritten hatte und dessen kaltes Antlitz von einer Narbe über der rechten Braue geziert wurde. "Scriptor Magister Severius, im Namen meines Gebieters heiße ich euch auf Bracchus willkommen. Euer Erscheinen überrascht Ihre Durchlaucht im höchsten Maße! Ich wurde angehalten, euch ..."

"So weit ich weiß, befiehlt hier Konsul van Klammhoven und nicht einer seiner Generäle! Ich werde einem Wortwechsel nur mit dem imperialen Gouverneur zustimmen. Euch dürfte es genügen, meinen Troß gebührend über die Verteidigung des Planeten aufzuklären. Nun führt mich zum Konsul! Und erklärt mir was dieser alberne, unziemliche Umgangston zu bedeuten hat!?"

Van Klammhoven erwartete den Scriptor in der Festhalle seines Palastes. Die dicke Gestalt des Gouverneurs regte sich nicht einmal zur Ehrerbietung an den Space Marine. Der Leib des Konsuls mochte jedoch dem flüchtigen Blick Lüge strafen, denn er war kräftig und von einer inneren Flamme beseelt. Severius erkannte eine Aura, die diesen Mann wahrlich zum Amtsträger des Imperators bestimmte. Auf dem massigen Haupt ruhte eine schlichte Krone, ein einfacher, eiserner Ring, in den Saphire und Rubine eingelassen waren. Auf dem Schoß lag ein ellenlanges, goldenes Szepter, das in einer runden Kugel endete, welche selbst von seltsam geformten Kristallen gesäumt war. Das beeindruckenste jedoch war der mehr als zwei Meter große Speer, dessen hohles Blatt auf schwarzem Holz ruhte und dem wahrlich das Wort Macht zugesprochen werden konnte. Dies waren die Insignien des Gouverneurs, von denen Achaeus gesprochen hatte und die es zu beschützen galt. Niemals würde Severius zulassen, dass der Verräter Marburg ihnen habhaft wird.

"Beeindruckend, nicht wahr?" richtete der Konsukl das Wort an den Scriptor. "Ich liebe meine Wahrzeichen. Doch selbst ich muss sie zur Stunde des Sonnenuntergangs hier ablegen. Dies ist Brauch und das Volk duldet keine Zuwiderhandlung. Nun, solange sie Munition und Panzer für die Armeen unseres Imperators fertigen, soll es uns nicht stören. Meinen obersten General habt ihr ja schon kennengelernt." van Klammhoven deudete auf den Obristen in Plattenrüstung. "Darf ich vorstellen, Oberst Trasser! Ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass er euch nicht mit genügend Respekt empfangen hat. Dafür biete ich euch meine Entschuldigung an!"

"Es gibt nichts zu entschuldigen. Oberst Trasser möge seinen Wert in der Schlacht beweisen, auf das diese Schmach damit gesühnt sei!"

Bei den Worten des Scriptors zuckten unwillkürlich die Mundwinkel des Oberst und seine Augen wurden für den Bruchteil eines Moments von Hass überflutet. Dann schwand die kaum erkennbare Regung und Trasser stand wie zuvor, gleich einem Felsen, neben den beiden Befehlshabern.

Ohne weiter auf diese Seltsamkeiten einzugehen, begann Severius die Plänen des Großinquisitors Achaeus offenzulegen. Er gab unmissverständich zu verstehen, dass der kleine Trupp Space Marines zum Schutz auf Bracchus stationiert wird. Der Konsul hat sich zu fügen. Die Machenschaften Marburgs verschwieg Severius jedoch. Er wollte nicht zuviel Unbehagen säen.

"Ich bitte euch nun mir alle Details eurer Verteidigung und dem Problem der Eisenformer kundzutun. Meine Strategen werden dies überprüfen und nachbessern!" schloß Severius seine Abhandlung.

Van Klammhoven erhob sich. "Sicher doch. Bezieht einstweilen euer Quartier. Oberst Trasser wird euch bald aufsuchen und all eure Fragen beantworten!"

Der Scriptor verbeugte sich und wandte sich zum Gehen. Ein Moment des Schweigens legte sich auf die Zurückgebliebenen. Erst als der Scriptor den Saal verlassen hatte und endgültig außer Hörweite war, brach Oberst Trasser das Schweigen. "Was habt ihr vor? Bedenkt unseren Pakt - wenn ihr es nicht schafft, werden ich und meine Eisenformer eine offene Revolution beginnen und euch in die dunkelsten Verliese werfen! Ihr wisst ganz genau, dass ihr und eure Lakeien gegen meine Truppen nicht bestehen könntet. Wie wollt ihr das dem Imperator erklären, wenn ich euch zu ihm schicke?" blaffte Trasser seinen Gouverneur scharf an.

"Beruhige dich und vorallem zügele dein Temperament. Verlier nicht die Geduld! Man sieht, dass du deinen Verstand nicht gebrauchst. Was sollte dieses höfische Gefeixe. Der Scriptor schöpft bereits Verdacht. Ich habe es in seinen Augen gesehen. Desweiteren werden wir mit ein paar Space Marines schon fertig. Sorge du nur dafür, dass unsere Gäste beschäftigt sind. Keinesfalls dürfen sie die verborgenen Geschütze entdecken, die du unbedingt haben wolltest! Wozu ist mir immer noch schleierhaft...
Es ist aber wahrlich merkwürdig, dass der Scriptor heute nicht der Einzige mit Interesse an meinen Insignien ist. Nun werde ich mich mit dem dritten Interessenten, Herrn von Marburg, treffen. Ich bin mir sicher, dass auch er seine Begierde nicht zügeln kann. Ich lasse die Artefakte lieber hier. Marburg traue ich durchaus einen feigen Mord zu. Wann erwartest du deine Psioniker wieder hier? Morgen nicht wahr!? Schicke sie sogleich zu mir, sie sollen ihr drittes Auge an den Sachen probieren "

Mit einem kurzen Nicken bestätigte der Oberst seine Befehle und wandte sich ebenfalls zum Gehen "... und Trasser. Rüste deine Eisenformer aus. Sie sollen die Plasmawaffen bekommen und heute nacht hier im Artefaktraum wachen. Ein ungutes Gefühl beschleicht mich.!"

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Scriptor Magister Severius war fassungslos. Die Geschütze und Bunker, die ihm vorgestellt wurden, waren mindestens 2 Jahrhunderte alt und in schlechtem Zustand. Die Hälfte von ihnen war gar nicht zu gebrauchen. Die Musterung der zusammengezogenen Milizen verlief ähnlich. Die Bürgerwehr verhielt sich wie Kinder, die die Waffen des Vaters gefunden hatten. Hier hatte schon lange kein Drill mehr stattgefunden. Kein Wunder also, dass sich ein Chaoskult festigen konnte. Achaeus hatte Bracchus als Bastion des Lichts beschrieben, doch das alles hier war bereits verloren, sollten die Chaostruppen einen ernsten Angriff durchführen.

Nachdem Oberst Trasser seinen Vortrag gehalten und gegangen war, überlegte Severius lange nach und wog viele Eventualitäten ab. Noch einmal überflog er die imperialen Datenbänke: Van Klammhoven hatte vor über 25 Jahren das Gouverneursamt übertragen bekommen. Seit dieser Zeit hatte es weder Rebellionen, noch Tributschwierigkeiten gegeben. Die Bracchiner waren ihm treu ergeben und arbeiteten, wie es sich für eine imperiale Welt gehörte. Der Planet unterhielt selbst 3 Regimenter der imperialen Armee, die in weit entfernten Systemen Dienst im Namen des Imperators versahen. Doch irgendetwas weckte sein Misstrauen. Severius betrachtete eine Bildaufzeichnung der Gouverneursernennung. Sie zeigte van Klammhoven, einen von einflußreichen Händlern eingesetzten Patriziersohn, der so jungenhaft war, dass jeder dahergelaufene Rebell ihm die Krone hätte entreißen können. Er war ein gekaufter Konsul, mit dem sich die Händlergilden mehr Einfluß erhofften. Doch mit den Jahren machte van Klammhoven eine Wandlung durch. Er wurde massiger, ging aufrechter - wurde zielstrebiger und selbstbewußter. Und in dem Maß, wie seine Macht wuchs, verschwanden seine Mißgönner. Auf jedem der Bilder umklammerte van Klammhoven den Speer, dessen Aura selbst auf Bild gebannt noch deutlich wahrnehmbar war.

Der Scriptor setzte sich nachdenklich. Sollte der Speer etwa Einfluß auf den Konsul haben? Was war, wenn das Szepter und die Krone ebenfalls solche Fähigkeiten besaßen. Kein Wunder also, dass Marburg diese zu erlangen suchte. Kurze Zeit später fasste Severius einen Entschluß. Mit einem barschen Befehl beorderte er Scout Vermian zu sich ...

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Von Marburg tobte in seinem Quartier. Alles für die Katz. Der ganze pompöse Auftritt seiner Person und das Gehabe, er sei ein Inquisitor in wichtiger Mission hatte nichts genutzt. Nicht nur, dass sich der Konsul keineswegs zur Herausgabe seiner Insignien überreden ließ, er war auch noch so geistesgegenwärtig gewesen und hatte die Artefakte nicht mit zur Beratung gebracht. Von Marburgs Dolch steckte immer noch in seinem Stiefel, ohne das er zum Einsatz gekommen war. Zu allem Übel war noch eine kleine Streitmacht der Space Marines unter der Führung eines Scriptors auf Bracchus eingetroffen, was seine Pläne weiter behinderte. Seine kleine Privatarmee würde sich nicht gegen die vereinte Kraft der konsularischen Truppen und des Adeptus Astartes behaupten können. Dieses Unterfangen lief nicht nach seinen Plänen. Erneut konsultierte er das Buch. Es hatte mittlerweile eine eigene Stimme bekommen, die immer wieder nach ihm rief.

Endlich konnte sich Marburg vom Buch lösen. Dann betrachtete er die drei halbnackten Körper, die vor ihm auf dem Boden lagen und von einem Schutzzeichen umgeben waren. Es war langsam an der Zeit, sich neue Verbündete zu schaffen, die ihm im bevorstehenden Kräftemessen beistehen würden. Die drei bewußtlosen Männer waren ihm durch ihre unbändigen Wutausbrüche und mangelnden Glauben an den Imperator aufgefallen. In ihnen würden sich die Dämonen, die Marburg rufen wollte, wohl fühlen. Marburg begann zu meditieren und seine Macht zu bündeln. Die Beschwörung der Dämonen war schließlich kräftezehrend und würde unter diesen Bedingungen evtl. nicht funktionieren. Mühsam zwang sich von Marburg zur Ruhe und besann sich auf die alten Worte, die die Kräfte des Warp riefen und seine Besessenen schufen ...

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Der kleine Trupp Space Marines sammelte sich in Deckung um Sriptor Severius. Es war noch keine Stunde her, als Vermian von seinem Auftrag zurückgekehrt war. Was er zu berichten hatte, übertraf den schändlichsten Verrat, den sich Severius vorstellen konnte. Vermian war ein unvergleichlicher Scharfschütze und ein noch unfehlbarerer Kundschafter. Er hatte die Männer des Oberst Trasser als Pakt der Eisenformer entlarvt und ihre zusammengezogenen Trupps im Artefaktraum des Palastes entdeckt. Der Imperator stehe ihm bei seiner Mission bei. Er würde die zahlreichen Mannen des Verräters van Klammhoven zwar nicht vernichten können, aber seine psionischen Artefakte konnte er ihm nehmen.

Severius erhielt gerade die Bestätigung, dass die beiden anderen taktischen Trupps und die Scouts Stellung eingenommen hatten. Ohne zu zögern, gab er den Befehl zum Angriff.

Die Wachen der Eisenformer vor dem Palast und auf den oberen Gängen sackten plötzlich zusammen oder wurden von einem unsichtbaren Gegner nach hinten geschleudert. Severius wartete einen Moment auf das Bellen des Alarms. Doch nichts geschah. Er würde eine Belobigung für die Scharfschützen, die Vermian nun anführte, aussprechen.

Mit einem stillen Stoßgebet an den Imperator begann die zweite Phase des Angriffs. Die drei taktischen Trupps stürmten von drei Seiten das Palastgebäude, in dem sich die Artefakte befanden. Eine Rakete fand ihr Ziel im Tor des Saales und sprengte einen Großteil des umgebenden Mauerwerks mit weg. Von beiden Flanken hörte Severius das Bersten von Glas und sah kurz darauf den hellen Schein der Flammenwerfer durch die Reihen der Verräter brennen. Bolterfeuer mischte sich mit dem Klang, den Schwert auf Schwert gaben. Der Scriptor bestürmte das zerborstene Tor, als ihm Plasmafeuer entgegenschlug. Drei seiner Männer warfen sich nicht rechtzeitig in Deckung und riesige Krater durchstießen ihre Leiber, als die kleinen Miniatursonnen sich ihren Weg bahnten. Krieger, mit denen Severius schon unzählige Gefechte Seite an Seite geschlagen hatte, hauchten auf den Stufen des Palastes zu Bracchus ihr Leben aus. Ihre Namen würde Severius nie vergessen.

Die Wut in seinem Inneren begann sich zu einem Energiebündel zu formen und Severius schleudere seinen gesamten Hass auf die Verräter. Der psionischen Attacke konnten die Plasmaschützen nichts entgegensetzen und wurden gegen die Mauern des Palastes geschleudert. Erneut stürmte der Scriptor vor und ließ niemanden am Leben.

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Nicht weit entfernt schreckten von Marburg, Konsul van Klammhoven und Oberst Trasser aus dem Schlaf. Gefechtslärm drang vom Artefaktraum herüber. Schnell hatten von Marburg und Trasser einige Männer um sich geschart, während der Konsul panisch nach seinem Kettenschwert suchte. Marburg und Trasser würdigten ihm keines weiteren Blickes und erklommen die Stufen zum Artefaktraum. Ein Anblick des Schreckens bot sich den Neuankömmlingen. Überall lagen die Körper der 100 Eisenformer verstümmelt und mit leerem Blick herum. Es roch nach verbranntem Fleisch, während der kühle Abendwind durch die Breschen der Saalwände strich. Von den Space Marines fehlte jede Spur. Ebenso von den Artefakten, die gewaltsam aus ihren Verankerungen gebrochen wurden.

Von Marburg blickte nach draußen. Nun, da kein Tor mehr seine Sicht versperrte, gewährten ihm die Schubdüsen eines Thunderhawks einen letzten Blick auf seine Feinde. Neben ihm begann Oberst Trasser zu lächeln ...

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Phase 3 ihres Planes war fast abgeschlossen. Schnell gewann ihr Thunderhawk an Höhe und Severius begann sich um die Körper der verletzten und toten Brüder zu kümmern. Ihr Apothecarius schenkte just in diesem Moment Bruder Cassius die Ehre des Imperators. Auch seinen Namen würde der Scriptor mit großen Heldentaten verkünden.

Die verfluchten Artefakte des Konsuls sollten in einer psionisch versiegelten Truhe eingebettet werden. Ein Kran war notwendig, um das schwere Gefäß aus seiner Ruhestätte hervorzuholen. Widerstrebend nahm der Scriptor Krone, Szepter und Speer vom Boden auf. Schmerz brannte in seinen Händen und ein unbekannter Geist versuchte seine Gedanken zu unterjochen. Severius widerstand den Einflüsterungen des Dämons und bahrte die Artefakte in der Truhe ein. Schnell versiegelte er die heilige Ruhestätte.

Severius eilte auf die Kommandobrücke. "Wie lang noch, bis wir den Orbit erreichen?"

"Nur noch wenige Augenblicke und wir sind diesem unheiligen Boden entflohen, Bruder Magister!" antwortete ihm Maluk, der Pilot, ein kahlköpfiger Geselle, der schon lang Begleiter des Sriptors war.

"Gut! Sendet eine Botschaft an Octavian. Er muss von unseren Entdeckungen erfahren!"

Alarmsirenen gelllte plötzlich auf. "Scriptor ... wir werden von mehreren Bodenphalanxen erfasst. Wo kommen die denn plötzlich her? Mehrere Geschütze feuern bereits. Aufschlag in ... 3 ... 2 ... 1 ..."

Das Thunderhawk erbebte. Mehrere Explosionen waren vom Heck zu vernehmen und noch immer trommelte das Feuer gegen die Hülle ihres Thunderhawks. Tonlos und scheinbar ohne Regung meldete Maluk den Status ihres Schiffes!

"... Heckantrieb ausgefallen ...."
"... Hüllenbruch achtern ..."
"... Feuer auf Deck 7 und 8 ausgebrochen ..."
"... Kommunikation vollständig ausgefallen ..."
"... verlieren an Höhe ... "
".... alle Energie auf die Frontdeflektoren ... "
" ... alles auf harten Aufschlag bereitmachen ..."

Dann umfing Severius Dunkelheit ...

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Am nächsten Morgen musterten von Marburg, Oberst Trasser und der kreidebleiche Konsul ihre eilends zusammengezogenen Streitkräfte. Ein bunter Haufen, der aus Eisenformern, Gouverneurstruppen und Marburgs kleiner Privatarmee bestand. Van Klammhoven hatte einiges seiner unbeschreiblichen Präsenz eingebüßt. Er wirkte eingefallen, kleiner und unautoritärer, als er Marburg noch in Erinnerung des gestrigen Tages war.

Trasser und der Konsul beratschlagten ihr weiteres Vorgehen. Das Thunderhawk war in den Bergen von Bracchus abgestürzt und die Truppen mussten schnellstmöglich die Überlebenden auslöschen. Ein Aufgebot der Inquisition und der Legio Honoris würde sonst über den Planeten hereinbrechen. Aufklärer hatten lediglich das geräumte Wrack entdeckt. Von den Überlebenden fand sich bislang keine Spur.

Trasser teilte die Truppen in gleichgroße Kontingente auf. Nur sein eigenes war dabei mit einer Naturgewalt zu vergleichen. Eine ganze Schwadron Leman Russ Kampfpanzer stand unter seinem Befehl. Dazu kamen noch einmal Höllenhunde und sogar ein Basilisk. Marburg hingegen verspürte keinerlei Regung sich mit den Eisenformen zu verbünden, schmeckte er doch mit einmal den unvergleichlichen Geschmack des Chaos auf der Zunge. Nein, soweit war er noch nicht gesunken, um mit seinen Urfeinden zu paktieren. Von Marburg würde sich an der Spitze seiner Truppen selbst auf die Suche machen. Noch während Trasser und van Klammhoven weiter debattierten, rückte Marburgs Streitmacht aus. Er verließ sich wieder einmal auf sein Glück und hoffte, dass es ihm auch diesesmal holt sein würde.

Fast zwei Wochen später stapfte von Marburg immer noch durch die zerklüfteten Berghänge von Bracchus. Etliche Soldaten hatte er schon an die tiefen Schluchten verloren. Zum Glück bestand ein Teil seiner Truppen aus Kavallerie. Fahrzeuge wären hier nur hinderlich gewesen. Die Pferde waren ideal, um die nähere Umgebung auszukundschaften, so dass Marburgs Fußtruppen - sein persönliches Gefolge und einige Deserteure der imperialen Armee - in relativer Sicherheit vorwärts kamen. Der ständige Regen, der sie bereits seit fünf Tagen begleitete, tat jedoch sein übles Werk, um die Moral zu senken. Mit Trasser und seinen Soldaten stand von Marburg stets in Kontakt, doch glaubte er die Positionsangaben genausowenig, wie seine eigenen Angaben der Wahrheit entsprachen. Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass der Oberst gar ganz in der Nähe war. Wie er hier oben die Panzer manövrieren konnte, wußte Marburg nicht. Doch sicherlich hatte Trasser einen kleinen, aber bedeutenden Sonderauftrag erhalten. Nun, der Dolch in Marburgs Stiefel war immer noch nicht zum Einsatz gekommen ...

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Die Kuppel schimmerte in allen Regenbogenfarben. Die Farben selbst schienen miteinander zu reden. Nur die Mächtigsten unter ihnen wußten, dass dies nicht nur zur Zierde gedacht war. Wann immer eine Emotion einen der ihren zu übermannen drohte, sogen die schillernden Farben diese unreine Energie auf. Und die Kuppel hatte dieser Tage viel zu tun. Der Raum unter der Kuppel war gefüllt. Eine solche Versammlung hatte seit mehreren Dekaden nicht mehr stattgefunden. Umringt von den acht anderen Propheten ihres Zirkels, stand Fhaenrir in der Mitte und ließ seine Stimme in melodischen Sätzen schallen. Immeniell, Heerführer der Eldar Ulthwes und Seelenbruder Ralahirs, wohnte ihrem Rat bei. Seine Meinung würde den Auschlag geben, ob Fhaenrir mit einigen Kriegern in die Schlacht zog.

Fhaenrir stützte sich schwerfällig auf seinen Runenspeer, als er seine Ansprache fortsetzte. "Schon seit langer Zeit müssen wir uns nun in den Hochebenen von Alarithe - der Perle des Kometenmonsuns, verstecken. Die Chem-Pan-Sey überschwemmen unsere Heimat erneut mit Krieg und Blut. Meine Brüder, hört, noch zerfleischen sie sich gegenseitig, doch schon bald werden sie soweit geschwächt sein, dass wir sie endgültig hinwegfegen könne!" Fhaenrir machte eine Pause, um die Worte wirken zu lassen.

Doch Immeniell gönnte ihm diesen Triumph nicht, als er das Wort erhob. "Aber warum sollten wir den Tod der Unseren riskieren, wenn die niederen Völker ihre kleinlichen Konflikte austragen. Wir haben schon oft nur zugesehen und waren stets auf Alarithe mit dem Ergebnis zufrieden. Wieso sollte es diesesmal anders sein?"

Darauf hatte Fhaenrir gewartet. "Ich werde es euch berichten, edler Immeniell. Die verderbten Kräfte werden auf Alarithe aktiv. Und mit ihnen wird auch früher oder später "Sie, die dürstet!" kommen. Und wir kennen alle die Macht dieses unbarmherzigen Chaosgottes, der die Existenz aller Eldar bedroht. Und dann werden wir weichen müssen oder sind verloren. Doch wir können dieses Unheil abwenden. Der Zahn des Zorns, der Reif der Größe und der Speer der Dunkelheit haben endlich ihren Weg in die Hochebene gefunden. In unsere Reichweite. Wir könnten endlich diese alten Übel ausmerzen. Hoch oben im Palast der Chem-Pan-Sey waren sie unerreichbar für meine kleine Schar. Doch nun haben sich die Chem-Pan-Sey zerstritten und eine Gruppe, gut gerüsteter Elitekämpfer, hat die Artefakte geraubt. Lasst sie uns alle zerschmettern und der wahre Name Alarithes wird wieder im Universum erklingen!"

Gedrungenes Murmeln erfüllte die Kuppel bis Immeniell um Ruhe bat. "Fhaenrir, erzähle mir mehr von diesen Kriegern. Werden sie von einem Chem-Pan-Sey in Robe über einer blauen Rüstung angeführt?"

"Ja, Edler!"

"Dann kämpfen diese heute auf unserer Seite. Ich kenne diesen Mann, obwohl er um meine Existenz nicht weiß und traue ihm lautere Absichten zu. So höre, Fhaenrir und entscheide dann selbst, was du tun möchtest. Eile diesen Kriegern zu Hilfe. Allein werden sie nicht gegen die verdorbenen Mächte bestehen können. Ihre Feinde kreisen sie bereits ein. Lass den Verfolgern keine Gnade zukommen. Und mag es geschehen, dass unseren eigenen Kriegern dort das Schlachtenglück holt ist, wo die Elitekrieger versagen, wir die Chaosmächte zurücktreiben und obsiegen, so schlage zu und vernichte jeden, der von den Artefakten weiß! Doch bedenke, dass die Unheiligen Drei in den Händen des Scriptoren noch am ehesten gut aufgehoben sind!"

"So soll es sein! Krieg ruft! Zorn brennt! Blut fließt!"

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Der Spielbericht

Es trafen sich zwei Allianzen wider Willen, um den Krieg der Wahrzeichen zu entscheiden. Je 1000 Pkt. radikale Dämonenjäger und imperiale Panzerarmee kämpften gegen Space Marines und Eldar! Es handelte sich um eine selbstausgedachte Schlacht, die Elemente verschiedener Missionen beinhaltete!



Vermian erreichte die Barrikaden. Geduckt hastete er über die wenigen freien Flächen und trat schließlich vor Severius. "Sie kommen, Scriptor! Ein Inquisitor eilt mit seinen Fußtruppen einer Panzerschwadron voraus. Man kann bereits die Staubfahnen am Hoizont erkennen. Es scheint, als habe der Konsul sämtliche Kampfpanzer zusammengezogen. Die Truppen des Inquisitors kämpfen sich bereits durch die süd-östliche Hochebene. Eine kleinere Gruppe versucht uns in die rechte Flanke zu fallen. Sie kommen über die süd-westliche Hochebene. Es war nur Zufall, dass ich sie entdecken konnte!"

Der Scriptor massierte seine Schläfen. Seit einigen Stunden hatte er Kopfschmerzen, die beständig stärker wurden. Was spürte er nur hier? Wandelten etwa schon Dämonen auf Bracchus? "Gute Arbeit, Vermian. Geh nun zu deinem Trupp zurück und erlaube keinem Feind über den Fluß zu setzen."

Mit einem knappen Nicken verschwand Vermian auf dem gleichen Weg. Severius wollte ihn vom Scout in den Rang eines Ordensbruder heben, wenn sie diesen Tag überleben sollten. Doch die Aussichten dafür waren mehr als schlecht. Mit nur zwei schweren Waffen gegen eine ganze Schwadron Panzer würde kein Kinderspiel werden. Er musste den Kampf also zum Feind tragen.

Der Scriptor betrachtete ihre hastig zusammengestellten Verteidigungsanlagen. Wenn sie hier warten würden, wären sie ein allzuleichtes Opfer der schweren Panzerkanonen. Nur einen Trupp ließ der Scriptor dann in den Ruinen der alten Mineninspektion zurück, um die versiegelte Truhe zu bewachen. Ein anderer Trupp verbarg sich bereits im entfernteren Geröll und seine letzten Männer hatten ihre Bikes einsatzbereit gemacht. Severius dankte dem Imperator, dass er sich mit ihnen und dem Whirlwind abgeplagt hatte. Er selbst legte sein Sprungmodul an und war bereit sein Leben für seine Männer zu geben. Er hoffte inständig, dass die Nachricht Octavian erreicht hatte und er ihnen bald zu Hilfe eilte. Ansonsten wären sie alle verloren.

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Endlich! Der Regen hatte aufgehört und die Sonne wärmte sowohl ihre Glieder, wie auch ihr Gemüt. Und dann die erlösende Nachricht, dass die Space Marines gefunden waren. Doch wie immer waren diese Krieger nicht willens klein bei zu geben. Sie hatten sich zwar zurückgezogen, waren aber hinter ihren Barrikaden gegen seine Schar wehrfähig verschanzt. Nahe eines alten Minenschachtes hatten sie sich eingegraben und würden bis zum letzten Mann kämpfen. Widerwillig hatte von Marburg Trasser informiert und seine Unterstützung gefordert. Seine Schwadron würde bald auf die Ebene hereinbrechen und mit den Space Marines kurzen Prozeß machen. Marburg musste aber selber vorrücken, um bei der Verteilung der Kriegsbeute nicht leer auszugehen. Er gab den Befehl zum Vorrücken. Ein imperialer Panzer war bekanntlich schneller als ein Fußsoldat.

Die Hochebene war mit dichtem Unterholz zugewuchert und erschwerte das Vorankommen, doch die Deserteure hatten den Hügel beinahe durchquert. Nur noch wenige Schritt und auch Marburg würde seinen Feinden gegenüberstehen.

Das guturale Aufheulen vieler Motoren durchbrach die bisher friedliche Stille, als Trassers Panzer eintrafen. Fast gleichzeitig war das Donnern der Geschützrohre zu hören und die Detonationen ließen mehrere der Ruinen zusammenbrechen. Das wenige Gegenfeuer verpuffte harmlos an den dicken Panzerungen. Doch plötzlich durchbrach ein neues Pfeifen die Geräuschkulisse und mehrere Raketen senkten sich auf das Gefolge Marburgs herab. Pferde wieherten und einige Männer stürzten, von herumfliegenden Schrapnell getroffen, zu Boden. Ein Whirlwind - diese verfluchten Space Marines hatten tatsächlich einen dieser Panzer hier heraufgeschafft. Zu allem Verdruß wurden sie von verborgenen Scharfschützen aufs Korn genommen. Es wurde also Zeit seine Schoßhündchen von der Kette zu lassen. Im Geiste nahm Marburg Kontakt mit den Besessenen auf, die sich in Richtung der Barrikaden aufmachten. Sie sollten sich um die Scouts kümmern und die Space Marines lange genug beschäftigen, bis Marburg heran war. Dann würde er ihnen zeigen, wozu ein Inquisitor fähig war. Mit Wut im Bauch robbte Marburg weiter voran!

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Den Kopf gesenkt ließ Severius das Feuer der Panzer über sich ergehen. Immer mehr der stählernen Leviathane tauchte am Horizont auf. Sie bildeten eine schier undurchdringliche Phalanx.

"Bist du der Anführer der Verteidiger?" fragte plötzlich ein melodische Stimme hinter ihm. Severius drehte sich um, und blickte auf einen Eldar und dessen Begleiter, der turmhoch hinter ihm Stellung bezogen hatte. Von der riesigen Gestalt des Phantomlords gefesselt, konnte er nicht antworten. Vermian brüllte plötzlich in den Funk: "Scriptor, Feinde im Rücken; wir werden eingekreist - erwarte Befehle ..."

"Bist du nun der Anführer der Space Marines, oder muss ich mich allein gegen die dunklen Mächte stellen?"

Der Bann brach. "Ich bin der Offizier dieser Verteidiger. Doch wer seid Ihr, dass ihr mich zur Rede stellt. Mitten im Gefecht bin ich nicht zum Plausch aufgelegt."

"Ihr habt recht, vernichten wir diesen Abschaum. Für Siegesreden ist später noch genug Zeit!" Ohne eines weiteren Wortes rückte der Eldar, gedeckt von dem riesigen Phantomlord vor. Severius blickte ihm ungläubig hinterher. Konnte er diesen verfluchten Hexern trauen? Er musste es. Mit ihnen hatten sie vielleicht eine Chance gegen die Übermacht. "Nicht feuern. Für heute sind die Eldar unsere Verbündeten. Doch seid auf der Hut! Möge der Imperator uns vergeben!" Dann zündete Severius sein Sprungmodul und raste der Front entgegen. Unter ihm ließen auch die Bikes ihre Motoren hochfahren und zogen in die Schlacht.

Severius war gerade bis an den Rand der süd-westlichen Hochebene gekommen, als vor ihm eine halbnacke Gestalt mit dämonischer Fratze erschien. Die Muskeln zuckten und pulsierten unwillkürlich, so als ob eine unsichtbare Macht sich einen Weg aus dem Körper bahnen wollte. Hinter dem Scriptor bellten die Bolter der Bikes auf und schlugen in das Unterholz, wo einige tödlich getroffenen Soldaten den Hang hinunterrollten. Kurz darauf stürmten die Bikes den Hügel und lieferten sich ein Handgemenge mit den Überlebenden. Ihnen wollte Severius nicht nachstehen und griff die widerliche Gestalt an, die ihn mit dämonischem Grinsen erwartete. Mit jedem Schritt, den er auf diesen Dämon tat, wurden seine Kopfschmerzen dabei unerträglicher. Fast wäre er gestrauchelt. Doch nun war er heran und ließ einen wahren Schauer an Hieben auf den Besessenen prasseln. Die Kreatur war unglaublich geschickt und ging trotz zahlreicher Treffer einfach nicht zu Boden. Wunden schlossen sich binnen weniger Augenblicke, wenn das Schwert denn überhaupt durch die zähe Lederhaut drang.

Der Erschöpfung bereits nah, verloren die Attacken des Scriptors mehr und mehr an Schwung. Darauf hatte der Besessene nur gewartet. Unnätürlich schnell schoß er nach vorn, packte den Scriptor mit den Pranken und hob ihn empor. Severius schrie, als eine unbekannte Macht versuchte, seine Seele auszusaugen. Obwohl die Finger der Kreatur auf der Servorüstung ruhten, brannten sie ihm Löcher ins Fleisch. Mit jedem verstreichenden Augenblick wurde der Scriptor schwächer.

Das Gefühl der Ohnmacht machte sich im schmerzenden Kopf von Severius breit. Halb im Dämmerzustand gewahrte er jedoch eine Vision: Der Imperator, nicht an seinen Thron gefesselt, schritt neben Severius in die Schlacht und lobte dessen Unfehlbarkeit ... "Neeeiiiiiiiiinnnnnnnnn ...!" Mit einem Mal war seine Kraft zurück. Das Schwert mit beiden Händen gepackt, ließ Severius die Klinge nach unten fahren. Die Schneide traf den Besessenen genau zwischen Hals und Schulter und bohrte sich tief in das Fleisch. Wut kochte in der Seele des Scriptors und all seinen Hass ließ er in die Kreatur fahren, wo sie den Geist des Erbärmlichen verbrannte und den Dämonen zurück in den Warp schickte.

Mit dem Tod des Besessenen linderten sich die Kopfschmerzen des Scriptors sofort, doch waren sie nicht verschwunden. Es musste also noch mehr dieser Wesen geben und ihr Ziel waren sicher die Wahrzeichen. Mit einem Ruck befreite Severius die Psiwaffe und macht sich auf den Weg zu den Ruinen. Die Bikes hatten ihre Gegner indes niedergemacht und umkreisten bereits die Panzer, feuerte auf die Ketten und warfen Granaten gegen die Turmwaffen. Einige der Panzer waren schon beschädigt und konnten nicht mehr vorrücken, doch auch einige verkohlte Bikes lagen im aufgewühlten Erdreich. Soeben ließ der Phantomlord seine Waffen sprechen und einer der Leman Russ Panzer verging in einem Feuerball. Schmerzensschreie waren bis hierher zu hören. Nur wenige Momente später explodierte ein zweiter Panzer, dem massiv von den Bikes zugesetzt worden war.

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Von Marburg erreichte endlich eine geschützte Erdmulde im Plateau. Von hier hatte er vortreffliche Sicht und war vor den Raketen des Whirlwinds geschützt, die ständig einschlugen. Auch seine Männer hatten sich gut verschanzt, so dass es kaum Verluste gab. Sie waren gut vorangekommen und konnten bald in die Schlacht eingreifen. Mit einem Stock malte Marburg ein Schutzzeichen auf den Boden und stellte sich hinein. Nun wollte er den Space Marines zeigen, mit wem sie sich angelegt hatten. Ein Laserkanonenschütze der Legio Honoris wagte einen Blick aus einem geborstenen Fenster. Auf ihn wollte Marburg seine Wut werfen. Leise begann er arkane Worte zu formen und beschwor die Kräfte aus seinem Inneren. Der Space Marine würde nicht mehr lange leben.

Gerade wollte Marburg den Initiationsprozeß beenden, als sich am Rande seine Sichtfeldes ein Schatten bewegte und ein kleiner Quarzkristall in den Schutzkreis geworfen wurde. Mit dem Kristall stimmte etwas nicht. Er störte seine Konzentration. Die klaren Gedanken, mit denen der Inquisitor eben noch die psionischen Wellen geformt hatten, entglitten seinem Willen. Die Psiattacke schlug fehl und stattdessen gewahrte Marburg die Präsenz einer anderen Macht. Im Geiste griff eine riesige, klauenbewehrte Dämonenhand nach ihm, Schmerz durchflutete jede Zelle seines Körpers und er fiel in eine unendlich wirkende Dunkelheit, an dessen Boden die Schreie tausender Wesen zu hören waren. Das letzte was Marburg von der realen Welt sah, war eine feuernde Laserkanone ...

Über Funk gab der "Inquisitor" den Befehl zum Vorrücken und niemand widersetzte sich dem Befehl. Das Marburg ohnmächtig darniederlag bemerkte niemand, auch nicht als eine Gestalt den Inquisitor von der Schlacht fortzog.

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Vermian und der Trupp Scouts waren unvergleichliche Scharfschützen. Wo auch immer sich der Kopf eines Verräters blicken ließ, wurde dieser niedergestreckt. Keinem Feind war es bisher gelungen über den Fluß zu setzen. Dennoch hatte Vermian ein ungutes Gefühl. Immer mehr Eldar tauchten hinter ihm und an der alten Mine auf. Sie bezogen Schlüsselpositionen und überließen seinem Orden die Arbeit. Verderbte und wankelmütige Kreaturen waren diese Eldar, möge der Imperator seiner Legio Honoris heute beistehen.

Sein Gefühl hatte Vermian noch nie getäuscht. Denn der Feind änderte plötzlich seine Taktik. Etliche Panzer und Deserteuren nahmen seine Stellung unter Feuer und auch die Eldar wurden beschossen. Ganze zwei Trupps der Außerirdischen fielen den Kampfgeschützen zum Opfer und neben ihm stürzte ein leichter Schweber brennend vom Himmel. Nur ein paar abgehalfterte Gestalten nahe des Mineneinganges blieben von der Streitmacht zurück. Gerade wollte Vermian dem Imperator danken, dass nicht sein Trupp von den Geschützen getroffen wurde, als sich eine ekelerregende Gestalt neben ihm manifestierte. Ein dämonisches Lachen unterstrich die verzerrte Fratze.

Vermian riss seine Boltpistole hoch, doch die Kreatur war bereits heran und lenkte mit einem Schlag den Schuß ins Nirvana. Die Klaue des Besessenen fegte herab und zerteilte die Panzerung an der Kehle des Scouts. Ausblutend musste Vermian mit ansehen, wie der Dämon seine Brüder niedermetzelte und sich dann auf die Eldar bei der Mine warf. Keiner hatte eine Chance und sie alle wurden massakriert. Feindliche Kavalleristen setzten über den Fluß und erreichten die Ruinen. Vermian hatte versagt. Schließlich blickten seine Augen starr an einen Ort, den nur die Toten zu sehen fähig sind.

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Mit der Laserpistole in der Hand brüllte Oberst Trasser Befehle. Seinen Ladeschützen hatte er kurz zuvor erschossen und das Loch in der Brust des Unglücklichen dampfte noch von der Hitze. Immer weiter trieb der Oberst seine Panzer nach vorn. Die meisten von ihnen ließen sich jedoch auf Feuergefechte ein, die sie früher oder später verlieren würden. Sie mussten endlich eine Bresche in die Barrikaden schlagen.

Schon längst hatte Trassers Kommandopanzer die Phalanx hinter sich gelassen und die Ruinen waren beinahe erreicht, als ein einsamer Laserkanonenschütze auf den Panzer anlegte. Der Lichtstrahl traf auf die Frontplatte und durchbohrte den Rumpf. Abrupt kam der Kampfpanzer zum Stehen und wurde von kleinen Explosionen erschüttert, die das Innenleben des Gefährts zerfetzten. Trasser schrie auf, als sein rechter Arm zwischen Tank und Rumpfteilen eingeklemmt wurde. Kraftstoff ergoß sich ins Innere des Leman Russ und entzündete sich rasch an den glühenden Metallteilen. Das Feuer schlug Trasser entgegen und seine halbe Gestalt wurde von den Flammen umzüngelt. Mit vor Wahnsinn aufgerissenen Augen griff Trasser nach seinem Kettenschwert, hieb auf seinen brennenden rechten Unterarm ein und zerteilte seine Gliedmaße. Halb ohnmächtig schaffte es der Oberst irgendwie aus dem Wrack zu klettern und stolperte ins Freie. Den Wahnsinn immer noch im Geiste irrte er schließlich über das Schlachtfeld, ohne die Aufmerksamkeit eines Feindes zu erregen.

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Severius erreichte die Ruinen zusammen mit zwei weiteren Besessene. Einer von ihnen lieferte sich ein Handgemenge mit dem einsamen Metellus, der seine Laserkanone wie eine Keule schwang und versuchte den Besessenen auf Abstand zu halten. Dutzende von tiefen Kratzern hatte das Wesen bereits in die Rüstung des Space Marines geschlagen. Severius griff den zweiten Besessenen an. Dieser war blutbesudelt und schmückte seinen Fratzenkopf mit dem Helm eines Scouts - Vermian, nein, das durfte nicht sein. Das Grinsen der Kreatur wich einem überraschtem Blick als sich die Psi-Waffe tief in seine Brust bohrte und das Schwert ihm die Seele verbrannte. Severius war außer sich vor Wut. Diesesmal würde eine solche Kreatur keine Möglichkeit mehr haben, ihn auch nur zu berühren. Angewidert spuckte er der toten Fratze ins Antlitz.

Noch von Trauer um den Verlust der Scouts benebelt, bemerkte der Scriptor wie die Luft vor den Ruinen flirrte und wenige Momente später Terminatoren seines Ordens erschienen. Sofort eröffneten sie das Feuer und mähten die letzten Deserteure und Gefolgsleute des Inquisitors nieder. Der Veteranenseargant dieser elitären Einheit meldete nur knapp, dass sie der erste Entsatz Octavians waren. Doch Störsender behinderten den Aufmarsch weiterer Truppen.

Octavian ... er war endlich gekommen. Nun bestand doch noch Hoffnung auf Sieg. Severius gab sich diesem Glücksmoment hin, um gleichdarauf mit ansehen zu müssen, wie eine Meute Kavalleristen über die Terminatoren herfiel und mit den Sprenglanzen einen nach dem anderen zu Boden rangen. Zwar starben etliche zwischen den Energiefäusten der Terminatoren, doch gegen diese Übermacht hatten sie keine Chance. Blind vor Wut stürzte sich der Scriptor auf die überlebenden Kavalleristen, von denen einer ihm seine Energiefaust herausfordernd entgegenstreckte. Dann brach Severius über sie herein, wie ein Engel längst vergangener Tage.

Als Severius sich aus den blutigen Überresten des letzten Kavalleristen schälte, wendete der Energiefausträger sein Pferd und floh hinaus auf die Ebenen. Ein graziler Schweber der Eldar nahm bereits die Verfolgung auf, womit das Schicksal des Mannes besiegelt war. Die letzten Panzer der feindlichen Schwadron gingen in Rauch auf, als Eliteeinheiten der Eldar sich bis zu ihnen durchgeschlagen hatten und nun einen Panzer nach dem anderen zerstörten. Die Schlacht war vorbei. Die Space Marines hatten mit Hilfe der Außerirdischen gewonnen und die Wahrzeichen des Konsuls vor den verderbten Mächten gerettet. Nur noch eine makabere Gestalt musste Severius noch erlösen. Er drehte sich und ging langsam auf den letzten Besessenen zu ...

Epilog

Van Klammhoven stand zum wahrscheinlich tausendsten Male vor der Wand seines Quartiers. Er machte auf den Hacken kehrt und ging hastig der gegenüberliegenden Wand entgegen. Sein Atem ging rasselnd und das Blut war ihm zu Kopf gestiegen. Er war wütend. Er - der Konsul sollte hier regieren und nicht irgendein dahergelaufener Wicht. Wie hatte das nur geschehen können. Vor drei Wochen tanzten noch alle nach seiner Pfeife. Doch die Situation war ihm entglitten. Zuerst waren die Space Marines erschienen und hatten ihn mit dem Raub seiner Wahrzeichen praktisch des Amtes enthoben. Und dann dieser Trasser ... Kaum verlor van Klammhoven etwas Macht, schwang sich dieser selbsternannte Oberst an die Spitze.

Der Oberst war sehr geschickt vorgegangen. Die Jagd nach den Space Marines hatte er genutzt, um die letzten loyalen Truppen des Konsuls in die Ebenen zu zerstreuen. Die Hauptstadt von Bracchus und damit sein Amtssitz war danach in die Hände der Eisenformer geraten. Wie gut konnte sich van Klammhoven an den Morgen erinnern, als Krolop, Trassers rechte Hand, an sein Quartier klopfte. Dieser Wahnsinnige hatte die Uniform des einzigen Kommissars auf Bracchus getragen. Sie war dem fetten Kerl viel zu eng gewesen und der Stoff hatte sich auf der Brust gespannt, so dass die Knöpfe fast abgerissen wurden. Krolop hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht das runde, blutumrahmte Loch in Höhe des Herzens zu verstecken. Van Klammhoven hoffte, dass der alte Kommissar nicht allzulange leiden musste. Die Eskorte des "neuen" Kommissars hatte van Klammhoven aller Waffen entledigt und ihn in sein Quartier gebannt. Hier harrte er nun seit fast zwei Wochen aus und musste den Lärm der Feiernden mit anhören. Die Saufgelage der neuen Herren mussten seinen Palast langsam ausbluten lassen.

Was hatte er nur getan, wie konnte er so tief sinken. Sein Stolz hatte ihn gebrochen. Wie einfach wäre alles gewesen, wenn er den Schneid gehabt hätte Vestima Prime bei der Bekämpfung der Eisenformer um Hilfe zu bitten. Nein, er wollte allein der Held sein, den sich sein Vater immer gewünscht hatte. Nun hatte er alles verloren. Sein Vater würde sich vermutlich im Grabe umdrehen ...

... sein Vater !!! Die Gedanken überschlugen sich. Könnte er ..., würde es ..., Und dann? Achaeus und gnädig? Der Konsul schwor sich nie wieder feige zu sein und dem Imperator würde er sein Leben anvertrauen. Doch dazu musste er nach Vestima Prime und Achaeus um Absolution bitten. Das war vermutlich gefährlicher, als sich durch den gesamten Kult der Eisenformer zu schlagen. Aber es war eine Hoffnung.

Van Klammhoven trat an den Safe, in dem er den Nachlass seines Vaters aufbewahrte. Der Offizier stand immer loyal für den Imperator und war für diesen gestorben. Als Offizier hatte er nur wenige Besitztümer, doch die, die er hatte, vermachte er seinem Sohn. Die rechte Hand des Konsuls umschloß den Griff des Energieschwertes. Die Energiezelle war zwar so gut wie verbraucht, aber sie würde ausreichen. Mit der Linken griff er nach der geladenen Boltpistole. Sie lag schwer in der Hand. Dies waren die einzigen Dinge, die seinem Vater etwas bedeutet hatten und nun würden sie van Klammhoven in einen Berserker verwandeln. Die neue Kraft die van Klammhoven verspürte, ließ ihn wieder aufrechter gehen und er fühlte sich stärker, als er es mit seinem Speer je gewesen war. Seine Zeit der Rache war gekommen.

Mit einem starken Tritt flog die Tür des Quartiers auf. Die beiden betrunkenen Wachen im Vorraum schreckten hoch. Als der erste seine Laserpistole ziehen wollte, riss van Klammhoven seine Waffe nach oben und feuerte ein Boltgeschoß in die Brust des Mannes. Der Leichnam schlug gegen die Wand, wo er langsam nach unten rutschte. Der zweite Wächter warf sich daraufhin mit einem Kettenschwert auf den Konsul. Dieser trat einfach zur Seite und ließ die Attacke ins Leere laufen. Mit einer halbförmiger Bewegung trennte er dem Mann den Kopf von den Schultern. Ruhe kehrte ein und kein Alarm war zu hören. Das erste Mal seit Tagen stahl sich ein Lächeln auf van Klammhovens Gesicht.

Nicht mehr weit und er würde das Quartier des neuen Kommissars erreichen. Die Qualle hatte alle Daten über Bracchus Verteidigung in Datenkristallen gespeichert. Dazu noch Aufzeichnungen über Truppenbewegungen, Treffpunkte und Kontaktmänner. Das alles würde der Pfand für van Klammhoven sein.

Der Konsul umrundete gerade die letzte Gangbiegung, als vor ihm ein Trupp Wachen erschien. Sie waren gerüstet und nicht betrunken. Diese vier Männer zu besiegen war ungleich schwieriger. Also tat van Klammhoven das Einzige was ihm einfiel: angreifen!

Als der letzte Boltschuß verklungen war, öffnete sich langsam der Türflügel. Krolop stand mit seiner Uniform am Schreibtisch, eine Laserpistole hinter seinem Rücken verborgen. Der Konsul trat herein. Das rechte Bein zog er leicht nach und hinterließ eine blutige Schleifspur. Die einstmals saubere Kleidung war schmutzig und zerrissen.

"Ich hätte nie gedacht, dass ihr zu einer solchen Tat fähig seid, Konsul!" eröffnete Krolop das Gespräch. "Für mich ward ihr immer ein kleiner, verbohrter und korrupter Politiker, mit dem man spielen konnte!" Statt van Klammhoven anzugreifen, warf Krolop den Kopf in den Nacken und fing laut an zu lachen. Doch plötzlich endete sein Gelächter, sein rechter Arm schnellte nach vorn in Richtung des Konsuls und die Laserpistole zuckte auf. Dann sank jedoch Krolop auf die Knie. Er sah stumm den Konsul an, der ihm mit ausgestrecktem Arm gegenüber stand. Ein rauchendes Loch hatte sich in die Schulter van Klammhovens gebohrt. Doch er stand noch aufrecht. Mit einer letzten Kraftanstrengung versuchte Krolop das geworfene Energieschwert aus seinem Leib zu ziehen. Schließlich kippte er vorn über und blieb regungslos liegen.

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Severius wollte sich gerade auf den Besessenen stürzen, als dieser und Metellus durchlöchert zur Seite geworfen wurden. Wer war dieser neue Gegner? Die Frage beantwortete sich von selbst, als sich die riesige Gestalt des Phantomlords einen Weg durch die Ruinen bahnte. Metellus hatte der dämonischen Natur des Besessenen wieder und wieder getrotzt, nur um jetzt feige verraten zu werden.

Der Phantomlord schritt unbeeindruckt und bar jeder Regung weiter vorwärts, ohne Severius auch nur anzusehen. Dichter, unnatürlicher Nebel quoll auf und verbreitete sich. Er umspielte die Ruinen, kroch aber beständig hinter dem Phantomlord her. Und dieser kannte anscheinend nur ein Ziel, denn er ging geradewegs auf die Truhe mit den Wahrzeichen zu. Severius rief nach seinen Brüdern, doch niemand antwortete ihm. Waren sie alle verraten und verloren?

Der Scriptor zündete sein Sprungmodul und erreichte die Truhe vor dem Geisterkrieger. Er zerbrach das Siegel, dass eigentlich dem Schutz aller dienen sollte. Dann öffnete er hastig die Truhe, griff hinein und zog wahllos zwei der Gegenstände heraus. Wieder brannte es in seinen Armen und fremde Wesen versuchten seinen Geist zu unterdrücken. Doch seine Seele war rein und er trieb die Dämonen in die hintersten Verstecke ihrer unheimlichen Zwischenwelten. Erneut zündete Severius sein Sprungmodul, kurz bevor der Phantomlord ihn erreicht hatte. Die Waffen des Ungetüms verfehlten ihn und mit letztem Blick in den Nebel sah der Scriptor, wie der Phantomlord den Speer aus der Truhe barg. Dann wurde der Lord vom Nebel verschlungen, welcher daraufhin sofort begann sich aufzulösen. Der Lord aber war verschwunden.

Severius klammerte sich an die beiden verbliebenen Wahrzeichen. Er wollte jetzt nur noch den Störsender finden und zerstören, damit Octavian endlich landen konnte.

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Oberst Trasser sass in der dunkelsten Ecke des Kellerraumes. Niemandem war es gestattet ihn aufzusuchen. Surrend arbeiteten die Maschinen im Hintergrund und ersetzten Faser um Faser das abgestorbenen Fleisches durch bionische Apparaturen. Sein rechter Armstumpf endete bereits in einer Klaue, die jedem Chaosgeneral würdig gewesen wäre. Trasser fühlte keinen Schmerz, denn der Blick der dunklen Götter ruhte auf ihm. Nichts würde wieder so wie früher sein, denn sie hatten ihren Auserwählten gekennzeichnet. Drei kleine Tentakel waren auf der verbrannten, rechten Wange gewachsen. Sie hatten ein Eigenleben und Trasser war gespannt, was aus ihnen hervortreten würde.

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Von Marburg erwachte schweißgebadet aus einem Albtraum. Lediglich die kühle Morgenluft verschaffte ihm etwas Abkühlung. Wo war er? Was war geschehen? Unruhig blickte sich von Marburg um. Lediglich ein kleines Lagerfeuer, welches unweit brannte, deutete auf zivilisierte Gesellschaft hin. Doch niemand war zugegen. Ein lederner Beutel lag nebem dem Feuer, welcher der Form nach ein Buch beherbergte.

Marburg hatte einen Kloß im Hals und schluckte, was ihm jedoch nur schwierig gelang. Etwas schnürte seinen Hals zusammen. Langsam tastete er danach und berührte einen starren Ring, der seinen Hals vollständig umschloss.

"Zerre lieber nicht daran. Das Band würde dich töten. Es verhindert außerdem, dass du wieder deine Psikräfte nutzt. Rühre dich lieber nicht in verdächtiger Weise. Ein Wort von mir genügt und das Band sprengt dir den Kopf von den Schultern!" Die Stimme gehörte zu einem unscheinbaren Mann, der sich in dreckige Kleider hüllte und eben in die Nähe des Feuers kam. Sein Antlitz verbarg er hinter einer Kapuze. Marburg kannte diesen Mann aus seinem Gefolge, doch wußte er nicht, dass er ihm jemals auffällig ins Auge getreten war.

Ein zweiter Blick verriet dem Inquisitor, dass der Mann keineswegs in Lumpen gehüllt war. Die Kleidung war praktisch. Auch seine Ausrüstungsgegenstände hatte der Mann gut für das Leben in der Wildnis gewählt. Dies war kein einfältiger Spion. Dieser hier wußte genau was er tat. "Wer schickt dich?" fragte Marburg schließlich.

Ohne sich umzudrehen, antwortete der Fremde "Ihr wisst doch schon längst, wer mich schickt. Und ich gedenke meinen Auftrag zu erfüllen. Ich werde euch Achaeus übergeben, so wie es vereinbart wurde. Versucht nicht mich zu bestechen. Dies wäre ein sinnloses Unterfangen. Und hofft auch nicht auf Errettung. Eure kleine Armee wurde mit Mann und Maus vernichtet. Selbst Trasser hat sogut wie jeden Panzer verloren." Schweigen trat wieder ein und der Spion schien nicht gewillt, das Gespräch wieder aufzunehmen.

Marburg nutzte die Ruhe, um sich umzuschauen. Er fühlte sich immer noch schwach und ausgebrannt. Als sein Blick auf eine Pfütze fiel, erschrak er. Marburg bückte sich etwas mehr über die Wasseroberfläche, damit er besser sehen konnte. Sein Spiegelbild war nicht mehr Conrad von Marburg. Er hatte sich sehr verändert. Er sah älter aus, die Augen lagen tief in den Höhlen und an den Schläfen waren seine Haare ergraut. Panik begann in ihm zu wachsen.

Das Knacken eines kleinen Astes ließ Marburg herumfahren. Nun stand der Spion direkt vor ihm, wo er absichtlich auf einen Zweig getreten war. "Ich werde nun auch etwas Ruhe brauchen. Damit ihr nicht auf die Idee kommt, mich währenddessen zu meucheln ...!" Statt eines weiteren Wortes feuerte der Spion aus einer kleinen, versteckten Apparatur etwas ab, dass sich in den Arm von Marburgs bohrte. Dort steckte nun ein kleiner, schwarzer Pfeil und während Marburg noch erschrocken auf ihn blickte, schwanden ihm die Sinne und er fiel in einen unruhigen Schlaf ...

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Dumpf klang der Richterhammer, den Achaeus wieder und wieder auf den Sockel fallen ließ. Nur langsam kehrte Ruhe in das Tribunal ein. Achaeus hatte den Vorsitz und das gesamte Triumvirat war anwesend. Dazu kammen noch mehrere Würdenträger, Admiräle, Kommissare und Generäle.

In der Mitte des Saales hockte van Klammhoven mit gefesselten Händen auf den Knien. Mit tief gebeugtem Kopf erwartete er das Urteil. Die Verhandlung war nicht gut für ihn gelaufen und die meisten Anwesenden stritten sich nicht über das ja oder nein, sondern vielmehr über die Art seiner Hinrichtung. Den Blick fest auf den Boden geheftet, konnte van Klammhoven auch nicht die kurze Unterredung der drei Großinquisitoren sehen.

Schließlich räusperte sich Achaeus und erhob sich. Stille senkte sich über den Saal.

"Cornelius van Klammhoven, Konsul von Bracchus und Verweser des Imperators. Ihr habt gefrevelt und gegen den Imperator aufbegehrt. Diese Tat kennt nur ein Urteil: den Tod! Dieses Urteil kann ich, selbst wenn ich es wollte, nicht umgehen. Somit seid ihr des Todes, um eure Sünden reinzuwaschen ..!"

Lautes Gemurmel und Freudenrufe wurden im Saal laut. Ruhe kehrte erst wieder ein, als Achaeus erneut seinen Richterhammer benutzte.

"Doch möchten wir nicht vergessen, was ihr uns gebracht habt. So wähle ich nun eine besondere Art des Todes für euch. Ihr werdet sterben, doch an der Spitze einer Streitmacht und im Gefecht. Das ist der Tod, den wir euch zugedacht haben. Ihr werdet ab sofort das Kommando über ein Strafregiment der Trojaner erhalten. Ihr werdet in Selbstmordkommandos und scheinbar unbezwingbaren Aufgaben euren eigenen Tod finden. Ob nun heute, oder erst in 10 Jahren, das mag der Imperator wissen. Doch nie werdet ihr auch nur ein Wort der Zurückhaltung oder des Aufbegehrens über euren Lippen kommen lassen. Denn dann sehe ich mich gezwungen euch dem reinigenden Feuer des Scheiterhaufens zu übergeben. Dafür werden auch meine Kommissare sorgen, die euch von nun an begleiten!"

Langsam hob van Klammhoven sein Gesicht. Er konnte seinen Ruf reinwaschen und seinen Wert beweisen! Niemals wieder würde er auf dem rechten Weg straucheln.

Für den Imperator ...

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